Aktuelles

3.03.18 Modellbaubörse

Presseberichte

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Lampertheimer Zeitung vom 9.10.2017

Über 1000 Besucher bei Modellbaubörse

Foto: Thorsten Gutschalk

Von Meike Paul

LAMPERTHEIM - Sie tragen Tüten und Taschen, strahlen breit bis über das ganze Gesicht. Wann sieht man Männer mal so freudig shoppen? Ein einmaliges Bild. Verantwortlich dafür ist der Modellsportverein Hofheim. Zum 62. Mal richtete er am Samstag in der Hans-Pfeiffer-Halle Hessens größte Modellbaubörse aus. Mit 350 Ausstellern und über 1000 Besuchern auch an diesem Tag ein voller Erfolg. Die Männerherzen hüpften höher und die Vereinskasse wurde aufpoliert.

Die Jagd nach Raritäten kann beginnen

So ein schöner Herbsttag. Gut: der Himmel ist grau, der Wind eisig. Aber wen stört das schon im Inneren der Hans-Pfeiffer-Halle? Auch draußen trotzt man dem Wetter freudig. Es gibt Bier und Fleisch – und Fanta. Denn an den Seiten der nach Raritäten jagenden Männer wird schnell getippelt: Die Hobbybastler haben ihre Jungs mitgebracht. Denn Modellflug ist ein Papa-Sohn-Ding. 

„Heute sind wirklich erstaunlich viele Kinder dabei“, findet auch Joachim Götz vom Modellsportverein Hofheim. Als Verantwortlicher der Messe ist er für einen reibungslosen Ablauf zuständig und mit dem Verlauf überaus zufrieden. „Dank dieser Börse können wir unseren jährlichen Vereinsbeitrag auf 60 Euro senken. Das ist toll. Wenn doch nur ein paar der Kids dabei bleiben würden“, bedauert der Flieger. Denn oftmals würde das Interesse mit Beginn der Pubertät schwinden. Dann seien plötzlich andere Dinge interessanter. Etwa Mädchen. Die sind an diesem Tag in der Hans-Pfeiffer-Halle zwar auch vertreten, aber deutlich in der Minderheit. 

Die 15-jährige Michelle hält zum Beispiel am Stand ihrer Bekannten Elisabeth Garten die Stellung und hilft beim Verkauf. „Wir betreiben einen Modellbauladen in Bensheim“, erzählt Garten und ergänzt, dass Michelle schon als kleines Kind mit auf dem Flugplatz war. „Das Segelfliegen gehört für mich einfach zu einem schönen Wochenende dazu“, erklärt die Schülerin und vorbeieilende Jungs halten inne, machen große Augen und bekommen rote Wangen. Denn oftmals lassen die Frauen ihre Männer einfach machen. Das klingt zwar nach einem Genderkonflikt, ist in der Praxis aber viel entspannter.

„Wir haben uns gegen die Mama verschworen“, witzelt zum Beispiel Frank Ruckteschler. Der Lampertheimer fliegt im Hofheim-Verein und bietet an seinem Stand alte Schätze an. Sohnemann Florian (10) unterstütz und muss seinen Papa an diesem Tag wohl noch öfter aufbauen: „Natürlich blutet das Herz“, meint dieser auf die Frage, ob ihm der Verkauf nichts ausmachen würde, „aber wir stellen jetzt auf Elektromotoren um und müssen die Verbrenner loswerden. Außerdem brauchen wir ja Platz im Keller!“ 

Des einen Leid ist des anderen Freud und so schleppen beispielsweise Otto und Rainer aus Heilbronn einen riesigen Segler und eine Vakuum- und Druckpumpe ans Auto: „Da hat sich die Fahrt doch gelohnt“. Beim Modellsportverein Hofheim ist man stolz, sogar aus Belgien sind Besucher angereist: „Außerdem sind heute viele neue Verkäufer dabei. Unsere Messe scheint sich rumgesprochen zu haben“, freut sich Joachim Götz. „Die Flieger trennen sich im Herbst von ihren Modellen, mit denen sie im Sommer unterwegs waren. Hobbybastler brauchen Material für einsame Winterstunden“, fährt Götz fort. Kein Wunder also, dass neben ganzen Maschinen auch Superkleber, Drähte, Leitungen und Lötmaterial hoch im Kurs steht.

Gefühl und Geduld gefragt

Von Frank Gumbel

HUBERT BRAUNER Der Friseurmeister ist passionierter Modellflugzeugbauer

BÜRSTADT - Von jeher sind die Menschen vom Fliegen fasziniert. Für jedermann möglich und erschwinglich ist der Modellflug. Hier können sich Große und Kleine den Traum vom Fliegen im Alltag erfüllen. Doch das Bauen von Modellflugzeugen erfordert ziemliches Fingerspitzengefühl und viel Geduld, die zahlreichen kleinen Einzelteile müssen exakt abgemessen, ausgeschnitten und zusammengebaut werden.

Hubert Brauner hat diese Geduld. Immerhin macht er das schon seit 42 Jahren. Vorbild war sein Vater, mit acht Jahren hat er als Kind mit dem Modellbau begonnen. Auf Anhieb gewann er bei dem Wettbewerb „Der kleine Uhu“ den zweiten Platz. „Ich erhielt damals als Preis einen Modellbaukasten und damit ging es erst richtig los“, erzählt der Friseurmeister aus seiner Kindheit. Heute hat er in seiner Wohnung in den Rodstücken ein großes Bastelzimmer. Brauner ist seit 30 Jahren Mitglied beim Modellsportverein (MSV) Hofheim und geht auf deren Gelände, das im Feld zwischen dem Supermarkt Kaufland und Hofheim liegt, regelmäßig seinem Flugsporthobby nach.

  • TRAINING
    Modellsportverein (MSV) Hofheim: Trainingsstunden sind jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 19 Uhr (im Sommer) auf dem Gelände in Hofheim.

    Jeden zweiten Donnerstag: Hallenfliegen in der TSG-Halle, Bürstadt, von 18 bis 21 Uhr (noch bis 23. März).

Dort sind immer wieder auch Gastpiloten aus ganz Deutschland vertreten, die ihre Maschinen fliegen lassen. „Das geht von einer einfachen Piper bis hin zum Eurofighter“, erzählt Brauner. Ein Highlight bei den in Hofheim im Sommer stattfindenden Flugtagen ist die Mainzelmännchen-Staffel. Als Gag versuchen die Teilnehmer, sich gegenseitig die Bänder an den Flugzeugen abzuschneiden.

Frau und Söhne teilen das Hobby

Zehn Wochenenden im Jahr verbringt Hubert Brauner bundesweit auf Flugshows. Stress mit seiner Familie gibt es deswegen nicht, denn Ehefrau Andrea und die Söhne Marcel (19) und Marvin (15) teilen das Hobby des Familienoberhaupts. „Beide Buben sind engagierte Modellbauer“, erzählt Hubert Brauner stolz. Zu den Flugshows ist die Familie mit Zelt und Wohnwagen unterwegs. Das alles findet meist in den Sommermonaten statt. Im Winter ist dann eher die Zeit, wo gebaut und gebastelt wird und Vater Brauner viel Zeit im Hobbyraum verbringt. Da kann es sonntags vorkommen, dass sechs Freunde mit dem Basteln zu Gange sind. Einer davon kommt sogar als Karlsruhe, und da er Technischer Zeichner ist, erstellt er auch die Pläne für die Flugzeuge.

Momentan steht eine „Panther F9F“ im Focus, die im Hobbyraum aufgebaut ist. Das Original zählt zu den klassischen Düsenjet-Oldtimern und ist 1945 entstanden. Das Modell, das bei Brauner entsteht, hat eine Spannweite von 2,15 Metern und ein Gewicht von 17,5 Kilogramm. Im nächsten Jahr im Mai will es der Baumeister starten lassen. Dann hofft er auf eine Geschwindigkeit von mindestens 75 Stundenkilometern, die bis zu 300 km/h gehen kann. „Das ist dann aber auch die Maximalgeschwindigkeit, die der Jet fliegen kann“, so Brauner.

Im Laufe der Jahre hat sich die Technik im Modellflug ständig weiter entwickelt. 24 Stunden vor dem Flugbeginn muss Hubert Brauner seinen Akku aufladen und läuft dann mit seiner umgehängten Fernsteuerung auf dem Flugplatz quer umher, um sein Modell fliegen zu lassen. Die Steuerung ist mit zwölf Funktionen ausgestattet und der Start – der, wie die Landung gegen den Wind erfolgt – sowie der komplette Flug wird mittels der Fernbedienungssteuerung durch den Piloten vom Boden aus gesteuert. Die Flughöhe der Modelle liegt bei 150 Metern, der Radius beträgt maximal 800 Meter. „Soweit ich sehen kann“, sagt Hubert Brauner.

Als Friseurmeister ist Hubert Brauner in die Spuren von Vater und Opa getreten, die mit Entstehung der Rodstücke vor 52 Jahren den Salon in der Berliner Straße eröffneten. Dann stellt der Bastler als Highlight seiner Arbeit ein weiteres Modellflugzeug vor, das er auch schon mit seinen Freunden in Angriff genommen hat. Es ist eine „Skyraider“ aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei ihm als Gerüst im Hobbyraum steht. Sie hat eine Spannweite von über drei Metern, ein Gewicht von 24 Kilogramm und wird mit einem Boxermotor ausgestattet. Brauner sagt: „Meine Freunde und ich geben jeden zweiten Sonntag in meinem Bastelzimmer Vollgas. Wir wollen bis 2018 damit fertig sein.“ Unter der Woche hat jeder daheim dann seine „Hausaufgaben“, die er erledigten muss.

Im Keller hat der Hobbybastler noch zahlreiche weitere, von ihm gebaute Flugzeuge stehen, die er hie und da wieder einmal zum Flugeinsatz bringt. Aber er hat auch fertig gekaufte Modelle, mit denen er im Sommer zum Fliegen geht. So auch eine „Mustang“ aus Styropor-Depron. Im Winter hat der Hofheimer Club die TSG-Halle gemietet, die alle 14 Tage zum Fliegen genutzt wird.

                                                                                     Eingf.MB

Modellbaubörse März 2016

Lampertheimer Zeitung vom 07.03.2016

Ansturm auf kleine Flieger

Von Lisa Wayand

MODELLBAU Hofheimer Verein veranstaltet Börse in Hans-Pfeiffer-Halle

LAMPERTHEIM - „Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen“ (Leonardo da Vinci, 1452-1519). Davon können wohl all jene ein Lied singen, die das Modellfliegen zu ihren Leidenschaften zählen. Selbst das eher schlechte Wetter tat dem Besucheransturm der Modellbaubörse des Hofheimer Modellsportvereins keinen Abbruch. Wie gewohnt war es wieder eine Kunst, vor der Hans-Pfeiffer-Halle, in der sich interessierte Modellbauer zusammenfanden, einen Parkplatz zu finden.

„Der Internethandel tut dem Erfolg der Börse keinen Abbruch“, freute sich Michael Bramer, langjähriger Organisator und Vereinsmitglied. Seit über 35 Jahren findet die Börse im Frühjahr und Herbst statt und ist so schon zu einer bundesweiten Anlaufstelle zum Kaufen, Tauschen und Handeln geworden. Sie habe sich mittlerweile etabliert und sei über Jahrzehnte hinweg weiter gewachsen. Inzwischen kann man sie ohne Probleme als Hessens größte Modellbaubörse bezeichnen. „Wir wollten immer besser und größer werden“, erinnerte sich Bramer, „aber jetzt reicht der Hallenplatz nicht mehr zur Vergrößerung, und so wie die Börse ist, haben wir sie gut im Griff.“ Mit dem Ausmaß einer Messe wäre man überfordert. Alle 300 Tische in der Halle waren restlos ausgebucht, lediglich im Freien, wo man sich nicht anmelden musste, gab es wetterbedingt ein paar freie Plätze. Dass das Einzugsgebiet mittlerweile riesig ist, sieht man daran, dass nicht nur Aussteller aus Dortmund, Bochum und München, sondern auch aus Frankreich, Schweiz, Österreich und den Beneluxländern kamen.

In der Halle gab es von Segel- über Kunst- und Motorsegelflugzeugen bis hin zu Wasserfliegern allerhand Maschinen zu bestaunen. Daneben wurden auch Klein- und Ersatzteile sowie Motoren, Räder, Lampen und sogar Pilotenpuppen in den verschiedensten Größen angeboten. Auch fernsteuerbare Autos gab es zu erstehen.

Dieter Wadle aus Grünstadt stellte seine Wasserflieger vor, die aus einem styroporähnlichen Material bestehen, das bei Druck die Energie aufnimmt und wieder abgibt, also in seine Ausgangslage zurückkehrt. „Mich reizt einfach die Verbindung der Elemente Wasser und Luft“, schwärmte Wadle. Auch die Idee, auf dem Altrhein in Lampertheim einmal fliegen zu gehen, kam auf. Wasserfliegen sei schließlich gern gesehen und komme in der Regel besser an als laute Luftflieger. Dass man als Modellbauer auch Erfindergeist benötigt, zeigte sich beispielsweise an den umfunktionierten Cremedose, die den Propellern als Unterbau dienten.

Zu begutachten gab es auch Hallenflieger. Ein Ausstellungsexemplar wog gerade einmal 37 Gramm, was es zu einem sehr wendigen, aber auch langsamen „slow-flyer“ machte. Schnelle Schritt- bis langsame Jogginggeschwindigkeit sei damit möglich. Eine Besonderheit war ein Aussteller mit Fesselflugmodellen. Dabei gibt es keine Fernsteuerung, sondern es wird mittels Stahlseilen gesteuert. Dadurch bewegt sich das Modell immer im Kreis um den Piloten.

Etwa 30 Helfer machten es möglich, dass die Veranstaltung so reibungslos über die Bühne gehen konnte, „vor allem unserem Ersten Vorsitzenden Horst Bastian, dem ganzen Vorstand, Familien- und Vereinsmitgliedern ist dies zu verdanken“, betonte Michael Bramer.

Er selbst ist seit 1997 im Hofheimer Verein und trat schon als Kind in die Fußstapfen seines modellbaubegeisterten Vaters. Mittlerweile fliegt er selbst Gleitschirm und hat letztes Jahr seine Fluglizenz erworben. Bei schönem Wetter geht es jedes Wochenende fliegen. „In Deutschland gibt es vorgeschriebene Start- und Landegebiete, in Frankreich oder der Schweiz weniger“, erläuterte er. Modellbau mache schlichtweg Lust auf Fliegen und sei ein Hobby, dem man lange nachgehe.

Eingf.MB

Ausstellung: Hofheimer Modellsportverein lädt in Hans-Pfeiffer-Halle ein / Bastler aus verschiedenen Ländern zeigen an 330 Tischen ihre Exponate

Großer Ansturm bei Frühjahrs-Modellbaubörse

Von unserer Mitarbeiterin Rosi Israel

Gucken, kaufen, Anregungen finden: Modellbauer konnten in der Hans-Pfeiffer-Halle ihrem Hobby frönen.

© roi

Lampertheim. Fabian Stöhr aus Hüttenberg trägt freudestrahlend sein neuerworbenes Rohbau-Flugzeugmodell zum Auto. Der junge Mann gehört dem Hüttenberger Modellfliegerverein an. Und Norbert Schüttler vom Verein MFC Landskrone aus Bad Neuenahr-Ahrweiler schleppt einen großen Karton durch die Hans-Pfeiffer-Halle. "Da ist ein Holzmodell drin, das ich fertig machen will", verrät der Modellbauer. Ob Anfänger, Spezialisten mit langjähriger Erfahrung oder Profis, die Modellbaufans sind in Scharen nach Lampertheim gekommen. Dort trägt der Modellsportverein Hofheim seine Frühjahrs-Modellbaubörse aus.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Lampertheim ist vorsorglich zur Stelle. Börsen-Organisator Michael Braner hat ein rund 30-köpfiges Vereinsteam hinter sich. Auch die Frauen der Hobby-Modellsportler packen mit an. "Schon im Vorfeld der Börse müssen viele Arbeiten gemeistert werden", erklärt der Organisator. Am Vortag wurden 330 Tische im Foyer und in der Halle gestellt. Im Außenbereich stehen wegen des wechselhaften Wetters nur wenige Anbieter.

"Unsere Modellbaubörse, die Hessens größte ist, führen wir seit über 35 Jahren durch", sagt Braner nicht ohne Stolz. Und dass die Aussteller aus ganz Deutschland sowie aus Nachbarländern kommen. "Die internationalen Aussteller wiederum ziehen entsprechend Besucher aus den Regionen und Ländern an", weiß der Organisator. Außerdem sei der Run auf Modellsportartikel ungebremst.

Selbst wenn viele Modellbauer inzwischen Zubehör ausschließlich im Internet bestellten, gebe es dennoch eine Vielzahl Kaufinteressierter, die nicht den elektronischem Weg benutzten. "Beim Online- Shopping habe ich keinen persönlichen Kontakt zum Verkäufer und auch nicht die Möglichkeit, das Gewünschte anzufassen und auszuprobieren", betont Alexander Garten. Der Bensheimer kennt sich bestens aus, er hat schon als Jugendlicher an der Börse teilgenommen. Er bietet Zubehör für den Modellbausport. "80 Prozent der Börsen-Aussteller kommen aus dem Flugzeugmodellbau", erklärt Braner und fachsimpelt mit Alexander Garten. Und auch dieser kameradschaftliche Austausch zweier Experten sei auf elektronischem Weg nicht in dem Maße möglich. "Er ist überall in Deutschland unterwegs", stellt Braner den Flugmodellbau-Motorenspezialist Oliver Roth aus Niederweidbach vor.

Karin und Wolfgang Raber kommen aus der Nähe von Mainz. Seit über 25 Jahren nehmen sie an der Börse teil und haben Beleuchtungssysteme für den Modellbau im Gepäck. "Ich bin das erste Mal da", sagt Ernst Bühler aus Rottweil. Er bietet fertige Flugzeugmodelle, Bausätze und Zubehör an. Schnäppchenjäger Alexander Kircheis aus Rheinzabern kreist um Bühlers Stand. Der junge Mann will einen Motoraufsatz für sein Segelflugzeug kaufen, aber vorher handeln. Schließlich mache das Handeln auf einer Börse Spaß.

© Südhessen Morgen, Montag, 07.03.2016

Eingf.MB

Der Heli tanzt und braust davon...

Modellpiloten in Aktion (v.l.): Patrick Roth mit seiner Edge 540, der Vorsitzende des Hofheimer Modellsportvereins, Michael Braner, und Horst Bastian. © ro

Hofheim. Wochenlang fast kein Regen, dazu Gluthitze und Wind. Die tropischen Wetterbedingungen lassen die Rasenflächen verdorren. Weil die Mitglieder des Modellsportverein (MSV) Hofheim jedoch Wert auf einen grünen Teppich legen, hat Vorsitzender Horst Bastian den Vereinsflugplatz regelmäßig bewässert.

Am sonntäglichen Himmel vollführt eine Vielzahl an Modellflugzeugen ihre Kunststücke. Ein Modellflugpilot nach dem anderen geht an den Start und zeigt sein Können. "Das sind mitunter Glanzleistungen, die die manntragenden Flugzeuge nicht bringen können", erklärt Michael Braner, der Modellbaubörsen-Manager. Zahlreiche Modellarten stehen am Flugplatzrand. Peter Novotny nennt einen Segler von über vier Metern Spannbreite sein eigen. "Dimona" passt so nicht in sein Auto. Deshalb transportiert er sein Flugzeug in fünf Teile.

Der achtjährige Modellflugpilot Luca Di Marcello hat erst kürzlich an einem Flugwettbewerb teilgenommen, einen Pokal gewonnen und den Titel "Best of Show" errungen. Sein Vater Antonio hilft ihm beim Steuern. Zehn Minuten lässt der junge Pilot sein Modellflugzeug "Extra 260" fliegen, bis das Methanol-Öl-Gemisch fast aufgebraucht ist.

Flugkünste auf dem Rücken

Patrick Roth ist Spezialist im Modellbau und in der Flugkunst. Zuerst startet er seine "Edge 540". Das Kunstflugzeug ist 19 Kilogramm schwer und Reinhold Wichert hilft seinen Vereinskollegen beim Starten. "Diesen Typ Edge gibt es auch als manntragendes Flugzeug", erklärt Roth. Der erfahrene Modellpilot lässt sein Flugzeug einen Messerflug-Kreis fliegen und setzt dann zum Rückenflug an.

Später winkt der Flieger mit der Fläche, was bedeutet, dass das Programm beendet ist. Kurz darauf bringt Roth sein Modellflugzeug mit Namen "Piper" zur Landebahn und dort auf Betriebstemperatur. Etwas Besonderes hat Stefan Georgi zu bieten: einen "3D-Helikopter". Bei seinem Kunstflug lässt Georgi den Heli tanzen und davonbrausen. "Das Steuern muss man im Blut haben", meint Braner. Der Kassierer des Vereins, Kurt Heinz, hat sich einen Düsenjet gebaut, der in den Himmel jagt. In seinem Beruf setzt Reinhold Wichert eine Drohne ein. Jetzt dokumentiert er vor den Vereinsmitgliedern den Einsatz seines unbemannten Luftfahrzeugs.

"Die Modelle von Flugzeugen, die im Zweiten Weltkrieg im Einsatz waren, sind beliebt. Aber nur der Technik wegen", stellt der Vorsitzende heraus. Michael Braner lässt seinen Raketenjäger Me 163 fliegen. Der muss mit Hilfe eines Gummis gestartet werden. Rund um den Modellsport hat sich laut Braner in den letzten Jahren viel getan, etwa beim Angebot von Verbrennungsmotoren und Turbinen. Es gibt unterschiedliche Motorenarten: die mit Methanol-Öl, Benzin oder Strom betrieben werden. Für die Elektromotoren haben die Modellflieger eine Ladestation errichtet, die mit Solarenergie gespeist wird. "Manche Vereinsmitglieder gehen in die richtige Fliegerei", weiß Braner. Er selbst hat das Paragleiten für sich entdeckt. Andere bilden eine Haltergemeinschaft für ein Ultraleichtflugzeug.

Stolz ist der Vorstand auf die Jugendabteilung. Die jugendlichen Modellflieger treffen sich mit Absprache der Jugendleiter Joachim Götz und Daniel Kleber. "Wir schulen die Jugendlichen und begleiten sie beim Kauf von Bausätzen. Außerdem haben wir vereinseigene Modelle", betont Bastian, der seit 43 Jahren im Verein arbeitet. Dann ist genug geredet und der Flugbetrieb geht weiter. Alsdann: "Holm- und Rippenbruch!"

© Südhessen Morgen, Mittwoch, 12.08.2015

Text von Rosi Israel

 

Eingf.MB

MODELLSPORTVEREIN 400-Euro-Erlös aus Tombola-Aktion gespendet

Eingfg.MB

Quelle Lampertheimer Zeitung 13.03.2015

 

 

MODELLSPORTVEREIN 400-Euro-Erlös aus Tombola-Aktion gespendet

HOFHEIM/RIED - „Papier ist geduldig“ – sagt der Volksmund. Das symbolische Scheck-Papier, das einen Wert von 400 Euro verspricht, hat der Vorsitzende des Hofheimer Modellsportvereins, Horst Bastian, am Mittwoch in Form von Bargeld an die Jugendabteilung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr übergeben.

Im Beisein des MSV-Rechners Kurt Heinz und des Beisitzers Peter Novottny erläuterte der Vereinsvorsitzende im Feuerwehrgerätehaus kurz die Hintergründe dieser Spende: „Vor zwei Wochen lief unsere MSV-Frühjahrsbörse, die sich mittlerweile als die größte Börse für Modellflug-Bau und Zubehör in Deutschland entwickelt hat, wieder erfolgreich ab. Unser Zweiter MSV-Vorsitzender Ralf Rühl hatte die Idee, der Börse eine Tombola anzugliedern – der MSV-Vorstand stimmte zu. Meine Gattin und ich übernahmen den Aufbau sowie die Nummern-Auszeichung der Preise, was schon ein ziemlicher Zeitaufwand war.“

Die Lose gingen am Börsentag dann weg wie warme Semmeln und gerade mal drei Preise seien übrig geblieben, so Bastian. Die vielen Gewinne der Tombola hatte der Verein ursprünglich zum Flugtag 2013 verwenden wollen, doch seinerzeit herrschte eine derartige Durchnässung des Vereinsgeländes, deshalb musste die Traditionsveranstaltung abgesagt werden. Im Folgejahr 2014 und auch heuer wollen die Mitglieder auf die Durchführung des Flugtages verzichten. „Bevor die Preise durch lange Lagerung „verrotten“, sollte die Tombola-Aktion der Hofheimer Jugendwehr zugutekommen. „Schließlich werden die jungen Leute die zukünftigen Einsatzkräfte von morgen sein“, bekräftige Bastian, und freute sich mit allen Beteiligten über den „schönsten Lohn“ dieses einmaligen Engagements: 400 Euro.

In einem Kuvert übergab der MSV-Vorsitzende die monetäre Spende an den FFW-Jugendwart Marcel Minolfo, der sich im Namen der Jugendfeuerwehr Hofheim bedankte. Nicht vergessen haben die MSVler auch, dass bei jedem Flugtag in den vergangenen Jahrzehnten stets Einsatzkräfte der Hofheimer Feuerwehr zur Brandwache vor Ort präsent waren. FFW-Wehrführer Dirk Wagner dankte ebenfalls für die Zuwendung für den Nachwuchs – somit sei die Teilnahme der Hofheimer Jugendwehr am geplanten Zeltlager gesichert, das im Sommer in Bürstadt für alle Jugendwehren des Löschbezirkes IV ausgerichtet wird.

Von Gabriele Lameli-Hornef


Eingf.MB

MODELLBAUBÖRSE Hofheimer Verein lädt zum 37. Mal in die Hans-Pfeiffer-Halle

EingfgMB

Lampertheimer Zeitung 02.03.2015

 

Von Dr. Helmut Kaupe

 

MODELLBAUBÖRSE Hofheimer Verein lädt zum 37. Mal in die Hans-Pfeiffer-Halle

LAMPERTHEIM - Die Modellbaubörse am Samstag dürfte den Veranstaltern vom Modellsportverein Hofheim e.V. rund um ihren Organisator Michael Braner wieder einmal rekordverdächtige Besucherzahlen eingebracht haben. In Anbetracht des unerwartet strahlenden Sonnenscheins hatten sich zusätzlich zu den in der Hans-Pfeiffer-Halle am Weidweg gemeldeten Verkäufern und Händlern an den über 300 Ausstellungstischen noch mehr als 100 Aussteller in der Freifläche außerhalb der Halle eingefunden.

Bereits im Morgengrauen waren die Parkplätze rund um das Schwimmbad, das Günderoth-Stadion, die Hans-Pfeiffer-Halle und entlang des Weidwegs belegt. Seit bereits mehr als 37 Jahren lockt die Modellbaubörse, die als die Größte ihrer Art in Hessen, wenn nicht sogar in ganz Deutschland, gilt, Modellflugbegeisterte aus nah und fern nach Lampertheim. Anhand der Autokennzeichen konnte man einen Eindruck gewinnen, wie weit für manche die Anreise gewesen sein musste. So reist beispielsweise ein Händler aus Hamburg zu jeder Börse in Lampertheim an. Autokennzeichen aus Belgien, Frankreich und Österreich an den Fahrzeugen auf den Parkplätzen belegen, welch hohen Stellenwert die Börse auch in unseren Nachbarländern inzwischen innehat.

Zweimal im Jahr organisiert der Hofheimer Verein diese Modellbaubörse, was mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand verbunden ist. Michael Braner, der ehemalige Zweite Vorsitzende im Verein, ist mit der Organisation der Veranstaltung völlig ausgelastet und hat deshalb im vergangenen Jahr seine Vorstandstätigkeit aufgegeben. „Wenn heute Abend die Frühjahrsbörse zu Ende ist, fangen am Montag schon wieder die Vorbereitungen für die Veranstaltung im Herbst an. Da bleibt mir für Vorstandsaufgaben keine Zeit mehr“, sagte Braner im Gespräch mit unserer Zeitung und freute sich über das tolle Wetter an diesem Samstag. „Ohne die aktive Mithilfe aller Vereinsmitglieder und deren Angehörigen wäre diese Veranstaltung nicht zu schaffen“, betonte er, dessen Familie schon seit Jahren ebenfalls in die Organisation vor Ort eingebunden ist.

Aus den Ursprüngen dieser Veranstaltung, die einst in der Siedlerhalle ihren Anfang nahm, hat sich die Modellbaubörse in den zurückliegenden 37 Jahren stets weiterentwickelt und genießt bei Händlern und Kunden den Ruf eines Eldorado für Modellbauer, was durch den Besucher- und Händleransturm am Samstag wieder bestätigt wurde.

Das umfangreiche Angebot an Neu- und Gebrauchtware spricht vor allem die am Modellflug interessierten Besucher an. Nach Auskunft der Veranstalter sind mehr als 80 Prozent des Warenangebots dieser Hobbysparte zuzuordnen. Aber auch Auto- und Schiffsmodelle sind im Angebot vertreten. Viele Besucher schätzen vor allem den Sachverstand, der bei dieser Veranstaltung vor Ort geballt vorhanden ist. Sie holen sich Tipps und Ratschläge rund um den Modellbau oder sind auch bereit, selbst die eine oder andere Hilfestellung zu geben. So werden mitunter bereits im Vorfeld der Veranstaltung Treffen vor Ort vereinbart. Andere wiederum lassen sich schon allein vom Anblick der Modelle begeistern und von diesem Hobby anstecken.

Bei jeder Modellbaubörse sorgen die so genannten „Highlights“ im fachkundigen Publikum für Gesprächsstoff. Neben den Großseglern mit einer Spannweite von sechs Metern, die auf der Bühne in der Halle präsentiert wurden, galt die besondere Aufmerksamkeit am Samstag dem Modell einer Mirage III, einem Kampfjet der französischen Luftwaffe. In der Freifläche direkt vor dem Halleneingang konnte man ein knallrotes „PITTS“-Doppeldecker-Modell mit einer Spannweite von 2,54 Metern und einem Gewicht von 17 Kilogramm mit nach Hause nehmen, sofern man dafür knapp 3 000 Euro hinblättern konnte und ein entsprechendes Fahrzeug für den Abtransport zur Verfügung hatte.

 

TERMINE

Die nächste Modellbaubörse findet am 17. Oktober dieses Jahres wiederum in der Hans-Pfeiffer-Halle statt. Aber auch außerhalb der beiden Börsentermine bietet der Hofheimer Verein ganzjährig abwechslungsreiche Aktivitäten für seine Mitglieder, zu denen auch Nichtmitglieder eingeladen sind. Gelegenheit dazu gibt es bis Ende März an jedem zweiten Donnerstag um 18 Uhr in der Bürstädter TSG-Halle in der Gartenstraße beim „Indoor-Fliegen“. Dort ist es möglich, bei den Modellflügen zuzuschauen, sein eigenes Flugmodell mitzubringen oder einfach nur beim Fachsimpeln mitzumachen. Von April bis September finden diese Flugveranstaltungen auf dem vereinseigenen Flugplatz in Hofheim statt. Neben Modellen, die aus vorgefertigten Bausätzen entstanden sind, gehen auch Eigenkonstruktionen in die Luft. Besonders interessant sind vor allem außergewöhnliche Konstruktionen, die ohne Fahrwerk und sogar ohne Flügel auskommen, wie beispielsweise der „Fliegende Teppich“ aus dem Orient. Fast alle dafür notwendigen Baumaterialien kann man schon auf der nächsten Modellbaubörse im Herbst mit etwas Glück bei entsprechend früher Anreise finden. Natürlich bietet auch das aktuelle Thema „Drohnen“ genug Gesprächsstoff und ist für den einen oder anderen vielleicht ein Anreiz, die Vereinsaktivitäten näher kennenzulernen

Eigfg.MB

Hurrikan 550 zieht alle Blicke auf sich

© Südhessen Morgen, Montag, 02.03.2015

 

Von unserer Mitarbeiterin Rosi Israel

 

Lampertheim. Sollte es die Nachbildung eines Ultraleichtflugzeuges, eines Helikopters oder eines PT Cruiser sein? Wurden Bau- oder Ersatzteile benötigt oder wollten die Modellbaufreunde einfach nur fachsimpeln? Dann waren sie am Samstag rund um die Hans-Pfeiffer-Halle goldrichtig. Denn dort veranstaltete der Modellsportverein Hofheim (MSV) Hessens größte Modellbaubörse für Modellflugzeuge, Autos, Schiffe, Motoren und Zubehör.

"Das machen wir zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst", erklärte der Organisator Michael Braner. Unterstützung bekommen die Vereinsmitglieder von ihren Frauen und Kindern, die sich aktiv beteiligen. Überhaupt seien die Modellbauer wie eine große Familie, so Braner. Ein Rundgang mit den Vorstandsmitgliedern, dem Planer Braner, dem Vereinsvorsitzenden Horst Bastian und dem Kassenwart Kurt Heintz durch die Halle vorbei an 330 Tischen mit Angeboten bestätigte auch seine Aussage. Sie kennen viele Aussteller und Besucher, weil diese seit Jahren zur Börse kommen oder befreundeten Vereinen angehören. Wie beispielsweise die Mitglieder des Modellflugvereins Sinsheim, die ebenfalls den Weg nach Lampertheim fanden.

Freunde aus ganz Deutschland

"Wir wollen zusammen unserem Hobby frönen", sagte Horst Bastian. Auf ihrem Hallenrundweg begrüßten die Vorstandsmitglieder auch Modellbauer aus Hamburg und Gelsenkirchen und tauschten Informationen rund um den Modellbau aus. Einige der Aussteller hatten bereits am Vormittag gut verkauft. Obwohl es manch einem Käufer regelrecht Spaß machte, den vorgegeben Preis herunter zu handeln.

Bei den Ausstellern handle es sich um eine Mischung von gewerblichen Händlern und privaten Bastlern. Demzufolge gab es sowohl Neues als auch Gebrauchtes. Aber die Börse sei kein Floh- und Hobbymarkt schlechthin, sondern eben auch ein fruchtbares und informatives Treffen, so Braner.

Ein persönlicher Kontakt sei den Hofheimer Hobby-Modellbauern sehr wichtig, betonten sie. Wie beispielsweise zu den Modellfliegern in Frankreich, Tschechien und der Schweiz. "Wir kennen uns von den Flugtagen", so Braner. Die Hofheimer Börsianer waren mit dem Besucheransturm sehr zufrieden.

Auch die Aussteller hatten eine längere Anfahrt in Kauf genommen. Thorge Kirchhof reiste aus dem Westerwald an. Bei der Lampertheimer Börse stellte er zum ersten Mal aus und zeigte sich begeistert: "Ich finde es toll hier und habe schon mit vielen Modellbauinteressenten gesprochen." Bewunderung fand sein Modell-Helikopter "Hurrikan" 550.

Die unterschiedlichsten Flugzeugmodelle und allerhand Zubehör bot der Modellsportclub Allmersbach an. "Wir haben alles rund um den Modellflug dabei und schon Modellflieger und Einzelteile verkauft", ließ Vorsitzender Jürgen Jacobi wissen. Die Mitglieder sind Stammverkäufer und stellen zu jeder Börse in der Pfeiffer-Halle auf Abo-Tischen aus. Der gleiche Standort habe Wiedererkennungswert.

Vor der Halle waren 100 Tische aufgestellt. Anbieter aus Langenselbold hatten unterschiedliche Modellbauartikel im Gepäck. Flug- und Automodellbau stellte Klaus Kaiser aus Rodgau aus, unter anderem eine Nachbildung eines PT Cruiser. Der kleine Aaron blieb dagegen bewundernd vor dem großen Modellflugzeug "Pitts" mit einer Spannweite von 2,50 Metern stehen. Dessen Besitzer ist Slawomir Sosnowski aus Kirchheimbolanden, der selbst Pilot eines einmotorigen Flugzeugs und eines Segelfliegers ist. Die Hofheimer Modellflieger starten Ende März wieder ihre Open-Air-Saison auf dem Modellfluggelände.

 

Einfg.MB

Quelle: Lampertheimer Zeitung

 

Lampertheim 06.10.2014

 

Vielfalt und Sachverstand

Dichter Andrang herrschte an den 330 Ausstellungstischen in der Halle. Foto: AfP Asel

Von Dr. Helmut Kaupe

MODELLBAUBÖRSE Hofheimer Sportverein lädt in die Hans-Pfeiffer-Halle / Rekordverdächtige Besucherzahlen

LAMPERTHEIM - Die Modellbaubörse in Lampertheim gilt schon seit Jahren als überregionales Eldorado der Modellfliegerei. Der letzte Samstag dürfte den Veranstaltern vom Modellsportverein Hofheim e.V. rund um den Organisator Michael Braner allerdings rekordverdächtige Besucherzahlen eingebracht haben. In Anbetracht des herrlichen Spätsommerwetters hatten sich zu den Verkäufern und Händlern an den 330 Ausstellungstischen in der Hans-Pfeiffer-Halle zusätzlich noch mehr als 220 Aussteller außerhalb der Halle eingefunden, ganz zu schweigen von dem besonders am Vormittag nicht enden wollenden Zustrom an Börsianern, die den Weg in die Spargelstadt gefunden haben.

Seit bereits mehr als 36 Jahren lockt die Modellbaubörse, die als die größte ihrer Art in Hessen, wenn nicht sogar in ganz Deutschland gilt, Modellflugbegeisterte aus nah und fern nach Lampertheim. Anhand der Autokennzeichen konnte man einen Eindruck gewinnen, wie weit für manche die Anreise gewesen sein musste. Darunter befanden sich auch Kennzeichen aus Belgien, Frankreich und Österreich und belegen, welchen Stellenwert die Börse auch in benachbarten Ländern inzwischen hat.

 
  • TERMIN
    Die nächste Modellbaubörse findet am 28. Februar 2015 wieder in der Hans-Pfeiffer-Halle statt.

Zweimal im Jahr organisiert der Hofheimer Verein diese Modellbaubörse, was mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand verbunden ist. Michael Braner, Beisitzer im Vorstand und ehemaliger Zweiter Vorsitzender im Verein, ist mit der Organisation der Veranstaltung völlig ausgelastet und deshalb ins zweite Glied des Vorstandes gerückt. „Ohne die aktive Mithilfe aller Vereinsmitglieder und deren Angehörigen wäre diese Veranstaltung nicht zu schaffen“, betont Braner, dessen Ehefrau und Sohn an diesem Wochenende ebenfalls aktiv mitgeholfen haben.

Aus den Ursprüngen dieser Veranstaltung, die einst in der Siedlerhalle ihren Anfang nahm, hat sich die Modellbaubörse in den zurückliegenden 36 Jahren stets weiterentwickelt und genießt bis heute bei Händlern und Kunden einen ausgezeichneten Ruf, der durch den Besucher- und Händleransturm am Samstag nachdrücklich bestätigt wird.

Das umfangreiche Angebot an Neu- und Gebrauchtware spricht vor allem die am Modellflug interessierten Besucher an. Nach Auskunft der Veranstalter sind mehr als 80 Prozent des Warenangebots dieser Hobbysparte zuzuordnen. Aber auch Auto- und Schiffsmodelle sind im Angebot zu finden. Viele schätzen auch den Sachverstand, der bei dieser Veranstaltung geballt vor Ort vorhanden ist, und holen sich Tipps oder Ratschläge rund um den Modellbau. Andere wiederum lassen sich schon allein vom Anblick der Modelle begeistern, was zu einem moderaten Eintrittspreis für die Halle für den einen oder anderen ebenfalls interessant sein kann. Im Außenbereich der Halle ist dies kostenlos möglich.

Alljährlich gibt es auf dieser Börse auch das eine oder andere Highlight. In diesem Jahr zählt mit Sicherheit das Düsenjägermodell einer F16 dazu, das im Maßstab von 1:6 schon am frühen Morgen für geschätzte 4 000 Euro den Besitzer wechselte.

Aber auch außerhalb der beiden Börsentermine bietet der Hofheimer Verein ganzjährig abwechslungsreiche Aktivitäten für seine Mitglieder. Daneben können aber auch Nicht-Mitglieder Kontakte im Rahmen der demnächst anlaufenden Hallenflugsaison mit den Vereinsmitgliedern knüpfen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat können am Modellflug Interessierte um 18 Uhr in der Bürstädter TSG-Halle in der Gartenstraße zum „Indoor-Fliegen“ kommen. Vor Ort ist es dann möglich, bei den Modellflügen zuzuschauen, sein eigenes Modell mitzubringen oder einfach nur beim Fachsimpeln mitzumachen.

 

Bei solchen Hallenflugaktivitäten ist es für manche Gäste schon erstaunlich, welche unterschiedlichen Arten von Flugkörpern zum Fliegen gebracht werden können. Neben Modellen, die aus vorgefertigten Bausätzen entstanden sind, gehen auch Eigenkonstruktionen in die Luft. Besonders interessant sind vor allem außergewöhnliche Konstruktionen, die ohne Fahrwerk und sogar ohne Flügel auskommen, wie zum Beispiel der „Fliegende Teppich“ aus dem Orient. Fast alle dafür notwendigen Baumaterialien kann man schon auf der nächsten Modellbaubörse im Frühjahr mit etwas Glück und bei frühem Aufstehen finden.

 

Einfg.MB

 

Quelle:TIP-Verlag Lampertheim

 

07.Oktober.2014

 

Ein Paradies für Modellbaubegeisterte

 

Wieder guter Zuspruch auf Lampertheimer Modellbaubörse

Foto: Manuel Ding

LAMPERTHEIM – Zum zweiten Mal in diesem Jahr fanden sich zahlreiche Modellbaubegeisterte in der Hans-Pfeiffer-Halle zur wohl größten Modellbaubörse des Landes ein. An 350 Tischen im Innern der Halle und knapp 200 weiteren im Freibereich wurden allerlei Fluggeräte, Ersatzteile und andere Modelle feilgeboten. Dafür reisen viele von weit her, freut sich Organisator Michael Braner vom Modellsportverein Hofheim e.V.: „Wir haben heute zum Beispiel Freunde aus Dieulouard zu Gast.“ Oder Sebastien und dessen Vater Luc Dessaucy. Die beiden Belgier waren zum ersten Mal auf der Lampertheimer Modellbaubörse und nahmen hierfür schon etwa dreieinhalb Stunden Autofahrt in Kauf. „Es ist sehr groß hier,“ so Luc. „In Belgien haben wir auf den größten Börsen gerade mal vierzehn Tische.“

Einen weiteren Höhepunkt boten Dieter Wadle und Reda Celedinaité aus Grünstadt. An ihrem Stand konnten die Gäste die weltweit einzigen Wasserflieger bestaunen. Es kam zu der Idee, als Wadle einmal ein Flugzeugmodell für ein Magazin testen sollte. Dieses Modell sei so schlecht gewesen, dass der Bastler selbst Hand anlegen musste. Als seine Partnerin im Nachhinein sagte, bei dem Aufwand hätte er auch selbst ein neues Modell bauen können, entstand die Idee der Wasserflieger. Mittlerweile sind seine Modelle europaweit gefragt. Wieso? „Weil sie wirklich jeder fliegen kann“, so Wadle. Die Modellflieger, die auch auf Wasser landen und starten können, bestehen, bis auf die Motoren, komplett aus Expandiertem Polypropylen (EPP), einem Partikelschaumstoff auf Polypropylen-Basis, der beim ersten Blick ein wenig an handelsübliches Styropor erinnert. EPP dagegen ist besonders flexibel und robust, so dass Stöße oder schwerere Crashs mit dem Flugzeug kaum Spuren hinterließen. „Dazu ist es so leicht, dass es schwimmt“, ergänzte Wadle.

Insgesamt sei die Herbstbörse wieder ein voller Erfolg, so Braner. „Der Zuspruch ist weiterhin so gut, dass bereits heute schon etwa 80 Prozent der nächsten Börse im Februar 2015 ausgebucht sind.“ Die Börse findet in Lampertheim nun schon seit 35 Jahren statt. Braner ist seit etwa acht Jahren dafür verantwortlich. Großer Dank des Vorstandsmitglieds gilt aber vor Allem den tatkräftigen Helfern aus dem Verein, ohne die eine solche Veranstaltung kaum zu stemmen sei.

Manuel Ding

Foto: Manuel Ding

Dieter Wadle und Reda Celedinaité sind die Schöpfer der ersten Wasserflugzeugmodelle aus EPP. Mittlerweile sind die Modelle der beiden Grünstädter europaweit gefragt. Und auch auf der Lampertheimer Modellbaubörse tummelten sich Interessierte um den Stand der beiden.

Einfg.MB

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